Ratchet&Clank - Size Matters Review - PlayStation 2 (13.04.2008)Seit der PSP-Spielemarkt etwas ins Rollen geraten ist, gibt es schon den ein oder anderen Exklusivtitel, auf den PlayStation 2 Besitzer neidisch sein können. Praktisch also, dass diese Spiele zur Gewinnmaximierungen nun nach und nach auch für die PS2 umgesetzt werden, zumindest für diejenigen, die keine PSP besitzen oder das Spielen am grossen Bildschirm zu Hause vorziehen. Ratchet & Clank - Size Matters erschien im Original bereits vor einem Jahr und ist der mittlerweile fünfte Teil der Serie auf der PS2.War man von den bisherigen Teilen eine stetige Verbesserung gewohnt, was Grafik und Inhalt angeht, ist Size Matters das erste Ratchet & Clank in dem man in so ziemlich allen Bereichen einen Schritt zurück geht. Und zwar einen gewaltigen Schritt, um es mal ganz deutlich auszudrücken. Das Spiel ist ein simpler PSP-Port, bei dem man sich nicht die Mühe gemacht hat, Grafik, Steuerung oder Gameplay den gewohnten PS2-Standards anzupassen. So wirkt das Spiel aufgeblasen und ungenau und stellt den mit Abstand schlechtesten Teil der Serie auf der PS2 dar. Die Grafik fällt in ihrer Verwaschenheit und fehlenden Details als erstes negativ auf. Von der damals herausragenden Optik der angepassten Jak and Daxter Grafikengine ist nichts zu sehen. Mit seinen extrem einfachen Texturen, der geringen Anzahl an Farben und der für PS2-Verhältnisse sehr simplen Geometrie erinnert das Spiel stellenweise eher an einen späten PSX-Titel. Dazu kommt Unverständlicherweise eine niedrige Framerate und steife Animationen. Gerade die geschmeidigen Bewegungen der Figuren waren immer ein Augenmerk der Serie und deswegen fällt ihre Abwesenheit hier besonders auf. Als wäre das noch nicht genug, gibt es schliesslich deutliche Mängel bei der Steuerung, sowie eine mehr als widerspenstige Kamera. Abgeschlossen wird das Erlebnis von einem mittelmässigen Missions- und Leveldesign und es bleibt nicht viel übrig, über das sich PS2-Besitzer freuen können. In der Tat ist Ratchet & Clank - Size Matters der mit Abstand schlechteste Teil der Serie, den man im Grunde auch grossen Fans der beiden Hauptdarsteller nicht empfehlen kann. Wäre das der erste Teil gewesen, gäbe es die Serie heute gar nicht mehr. Insgesamt mehr als enttäuschend, dabei kommt man nicht umhin zu denken, dass es ein leichtes gewesen wäre, das Ganze auf die bestehende PS2-Engine zu portieren und damit wenigsten ansehnlicher zu gestalten. So hat man einfach die Kompromisse, die man auf der PSP eingehen musste, auf die PS2 übernommen und das steht dem Spiel überhaupt nicht gut. So richtig gibt es dann auch keinen Grund, sich Size Matters anzutun. Es ist in jeglicher Hinsicht ein Rückschritt und bietet nicht im Ansatz ein Spielerlebnis wie seine Vorgänger. Die billigen Explosionen und Waffeneffekte wirken weitaus weniger bombastisch als schon im ersten Teil, die Level sind kleiner, es gibt weniger Gegner und aufgrund der trägen Steuerung und der zickigen Kamera machen die Ballereien auch weniger Spass. Vom gesamten Umfang wurde überall kräftig abgespeckt und man merkt an allen Ecken und Enden, dass Size Matters für die PSP konzipiert wurde und dass deswegen ein einfacher PS2-Port nicht funktioniert. Das Spiel wirkt aufgeblasen und verwaschen und spielt sich wie ein Handheld-Port am Fernseher. Positives an Size Matters zu finden fällt deswegen nicht leicht, weil es alles schon einmal besser gab und die Schwächen zu stark ins Auge fallen. Die gesamte Aufmachung, samt der Zwischensequenzen ist einfach ein ganzes Stück unter dem gewohnten Niveau und man fragt sich schon, wer hier die Zielgruppe sein soll. Nimmt man die diversen Abstriche in Kauf und ignoriert mal die Vorgänger, hat man es hier mit einem recht soliden Shooter mit gelegentlichen Sprungeinlagen zu tun, der aber in keiner Weise besonders positiv auffällt. |
Grafik: 60%
Gameplay: 70%
Sound: 70%
Spielspaß: 72%
70%