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Ninja Reflex Review - Nintendo Wii (21.03.2008)

Nintendos aktuelle Konsolen hatten beide beim Launch mit den gleichen Problemen zu leben. Die Möglichkeiten der neuen Steuerung wurden noch nicht erkannt und so gab es einfach eine Zusammenfassung an Minispielen. Diese waren zumeist bessere Tech-Demos und vermissten die nötige Spieltiefe. Beide Konsolen sind aus der Launch-Zeit herausgewachsen und bieten beziehungsweise sollten die passenden Spiele bieten. Mit Ninja Reflex biete Electronic Arts nun ein Spiel an, dass stark an die Anfänge der Nintendo Wii Spiele erinnert.

Sechs Minispiele sind einfach zu wenig
Wie der Name bereits vermuten lässt, schlüpft der Spieler in die Rolle eines Ninjas. Diesen Krieger aus Fernost begleitet ihr durch verschiedene Minispiele hin bis zum schwarzen Gürtel. Im wirklichen Weg ist der Weg zum schwarzen Gürtel sehr steinig und mit vielen Prüfungen gespickt - bei Ninja Reflex reicht das Meistern der sechs verschiedenen Minispiele. An dieser Stelle tritt auch schon die erste Verwunderung auf. Eine Minispiel Sammlung mit sechs Minispielen? Das ist, als wenn man die „Große Spielesammlung“ kauft und in der Packung befinden sich nur Würfel und ein Wendespielbrett für Mühle und Schach. Abwechslung scheint man so schon im Vorfeld im Keim zu ersticken.

Bei jeder Gürtelfarbe muss unser Held fünf der sechs Aufgaben meistern, um dann nach einer Prüfung dem Gürtel eine neue Farbe zu verpassen. Bis zum schwarzen Gürtel müssen zehn andere Farben
Der Preis könnte einen schwach werden lassen, aber der Umfang ist zu gering
erreicht werden. Bei den Minispielen geht es, wie der Name des Spiels schon vermuten lässt, um die Reaktionen des Spielers.

Diese Reflexe werden bei dem Fangen von Glühwürmchen, dem Schnappen von Fliegen mit dem Essstäbchen, dem Koi fischen mit den bloßen Händen, der Abwehr von Nunchuckos, dem Abwurf von Zielen mit Wurfsternen und der Bekämpfung von Geistern gemessen. Die Minispiele variieren dabei von Gürtelfarbe zu Gürtelfarbe minimal. Mal darf man nur eine gewisse Farbe von Glühwürmchen fangen, beim nächsten Mal darf dies erst nach einer gewissen Zeit passieren.

Die Abwechslung kommt, man kann es schon erraten, bei der Anzahl der Minispiele und ihrer Variationen zu knapp. So ist es zumindest im Einzelspieler Modus. Kann der Mehrspieler Modus aber noch das Steuer umreißen? Immerhin leben Wii Sports und Rayman Raving Rabbids vom Mehrspieler Modus. Doch auch hier kann Ninja Reflex nicht lange motivieren. Zwar kann man sich mit bis zu drei
Der Meister hilft beim Meditieren
Mitspielern messen, aber auch nur in den bekannten Disziplinen - zu wenig. Außerhalb des Spiels gibt es dann doch noch etwas Außergewöhnliches. Wer einfach mal abschalten will, der findet in Ninja Reflex einen „Mediationskurs“. Man stellte einfach die Länge ein und kann dann meditieren.

Technisch gesehen macht Ninja Reflex eigentlich alles richtig. Die Grafik ist hübsch und passend, die Sprachausgabe ist gut ins Deutsche lokalisiert worden und die Musik passt zu dem Setting. Wie so oft haben die Entwickler dann aber das Spiel an sich vergessen.

Jörg Schnettker meint:
Eigentlich sollte man meinen, dass man für 30 Euro nicht viel falsch machen kann. „Falsch“ ist Ninja Reflex auch nicht, sondern nur viel zu kurz. Die sechs Minispiele, man kann es einfach nicht oft genug wiederholen, sind selbst für den Preis zu niedrig. Schade, dass das ansonsten gute Produkt durch die fehlende Abwechslung stark abgewertet werden muss. Vielleicht schiebt Electronic Arts noch einen Nachfolger mit viermal so vielen Minispielen nach - dann würde die Bewertung auch deutlich besser ausfallen.

+ Preis
+ gute Lokalisierung
+ Grafik und Sound passend zum Setting
- fehlende Abwechslung

Grafik: 85%
Gameplay: 55%
Sound: 85%
Spielspaß: 50%

60%














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