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The Dracula X Chronicles Review - PlayStation Portable (28.02.2008)

Die Castlevania-Reihe ist schon fast so alt wie Videospiele selbst und ist auf nahezu jedem System erschienen. Einzige Ausnahme bildete bisher Sonys Playstation Portable. Doch das ist mit Castlevania – The Dracula X Chronicles nun auch Geschichte, denn Konami lässt den Vampir-Klassiker auf der PSP in neuem Glanz erstrahlen und präsentiert ein Castlevania-Rundum-Sorglospaket, das alte Hasen sofort in seinen Bann ziehen und Neueinsteiger zur Verzweiflung bringen wird. Warum? Das könnt ihr in unserem Review nachlesen.

Der Hauch des Todes...
Konami feiert mit Castlevania – The Dracula X Chronicles gleich zwei Premieren. Zum einen beglückt der Hersteller erstmals PSP-Spieler mit einem Castlevania-Titel und zum anderen hat der PC-Engine Klassiker (auch als Castlevania Dracula X: Rondo of Blood bekannt) erstmals den großen Sprung nach Europa geschafft. Für das ReRelease hat Konami sich jedoch nicht lumpen lassen und uns nicht mit einer schnöden 1:1 Umsetzung abgespeist, sondern hat Castlevania – The Dracula X Chronicles ein komplett neues Intro und ergänzende Zwischensequenzen spendiert. Garniert wird das Spiel mit toller und neuer 3-D Grafik, die dem Titel zwar den Retrolook eines klassischen 2-D Sidescroller nimmt, aber es dennoch schafft, dass damalige Spielgefühlt auch weiterhin zu vermitteln. Doch worum geht es überhaupt?

Im Jahre 1792, als Vampire noch ihr Unwesen auf der Erde getrieben haben, muss Richter Belmond, seines Zeichens Vollblut-Vampirjäger, Verächter der Blutsauger und der Held des Spiels, mit ansehen, wie seine geliebte Annette von Vampiren entführt wird. Natürlich fackelt Belmond nicht lange, sondern macht sich ohne zu zögern auf, um seine Freundin zu retten. Markenzeichen von Belmond ist, wie von Indiana Jones auch, seine Peitsche, mit der er alle Feinde aus dem Weg räumt. Nur damit bewaffnet macht er sich auf die Suche nach Draculas Schloss, wo der Herrscher über alle Vampire auf Belmond wartet, um ihn endlich aus dem Weg räumen zu können.

Der Schwierigkeitsgrad ist nicht zu unterschätzen
Eure Reise führt euch durch mehr als zehn Spielabschnitte, dessen Gameplay im damals üblichen Sinne abläuft. D.h. ihr lauft von links nach rechts und räumt gnadenlos jeden Gegner aus dem Weg. Klassisch bezieht sich jedoch nicht nur auf den Spielaufbau, sondern gleichermaßen auf den Spielablauf und den Schwierigkeitsgrad. In der Praxis sieht es so aus, dass ihr euch unzähligen Gegner stellen müsst und alles sehr linear abläuft. Castlevania-typisch erreicht ihr innerhalb eines Levels neue Spielabschnitte, indem ihr eine Tür passiert. Ein zurück ist dann nicht mehr möglich. Wände, Kerzen und andere Gegenstände, die ihr mit der Peitsche zerschlagen könnt, fördern neue Waffen, wie Kruzifixe, Wurfmesser, Äxte etc. zu Tage, aber auch neue Energie und Herzen. Die Sekundärwaffen, von denen ihr maximal eine bei euch tragen könnt, sind insbesondere bei Endgegnern eine große Hilfe. Dessen Einsatz ist jedoch nicht unbegrenzt möglich, sondern ist abhängig von der Anzahl der eingesammelten Herzen. Die Gegner sind zahlreich und unterschiedlich und so stellen sich euch u.a. Skelette, Fledermäuse, Zombies, fliegende Augen, Raaben und alles was Rang und Namen in der Vampirszene hat in den Weg. In jedem Level machen euch Zwischen- und Endgegner das Leben unnötig schwer. Während die Zwischengegner meist relativ simpel zu knacken sind, stellen die Endgegner eine ziemlich harte Nuss dar. Nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass hier mehrere Angriffsmuster an den Tag gelegt werden und ihr euch innerhalb kürzester Zeit eine neue Strategie zurechtlegen müsst. Der Schwierigkeitsgrad ist nichts für Turnbeutelvergesser und Weicheier und wird nicht zuletzt wegen der knapp bemessenen Energie und der rar gesäten Energieauffrischungen in die Höhe getrieben. Aber so war das damals nun mal und niemand wäre auf die Idee gekommen zu jammern.

Die Renderfilme sind toll - leider zu selten
In sämtlichen Spielabschnitten gibt es zudem jede Menge zu entdecken. Denn typisch für Castlevania ist, dass sich an meist unscheinbaren Stellen Extras oder alternative Levelpassagen befinden. So werdet ihr z.B. im zweiten Level von einem Minotaurus gejagt und müsst u.a. über zahlreiche Löcher im Boden springen. Doch eins davon führt euch nicht in den Tod, sondern in die Kanalisation und lässt euch einen sonst verborgenen Level spielen. Auch der darauffolgende Level ist dann gänzlich anders. Darüber hinaus könnt ihr bei Castlevania – The Dracula X Chronicles u.a. Musik-CDs einsammeln, um euch anschließend im Hauptmenü die Spielmusik anhören zu können. Anschließend ist auch das Erstellen eigener Soundtracks möglich. Wenn ihr mit anderen Charakteren spielen wollt, müsst ihr diese zuvor retten. Dadurch erhöht sich der Wiederspielwert, da z.B. Maria über andere Fertigkeiten verfügt als Belmond. Das genaue Suchen nach Geheimnissen solltet ihr stets im Hinterkopf behalten, da ihr nur dadurch zwei weitere Spiele freischalten könnt. Das sind zum einen die original PC-Engine Version von Blood of Rondo sowie Castlevania: Symphony of the Night.

Technisch präsentiert sich Castlevania – The Dracula X Chronicles absolut makellos. Die Animationen und das Scrolling sind butterweich. Alles im Spiel wurde für die Neuauflage texturiert. Zwar könnte der Detailgrad bei den Charakteren höher sein, aber trotz allem ist das Spiel hübsch anzusehen. Jeder Endgegner wird mit einer kurzen Zwischensequenz, in der die Spielegrafik verwendet wird, angekündigt und ab und an werden sogar gut gemachte Rendersequenzen eingestreut. Der Sound erlebt ebenfalls einen neuen Frühling. Dieser entspricht zwar melodietechnisch dem Original, aber für die Neuabmischung wurden neue Instrumente verwendet, so dass sich der Soundtrack nun absolut erstklassig anhört.

Daniel Latak meint:
Castlevania – The Dracula X Chronicles ist ein erstklassiges Retrospiel. Turnbeutelvergesser und Weicheier werden auf Grund des hohen Schwierigkeitsgrades zwar bis an den Rand der Verzweifelung getrieben, doch für alte Hasen dürfte dies regelrecht motivierend sein. Damals half nun mal kein Gejammer und Gezeter und das merkt man dem Spiel deutlich an. Außerdem gibt es unheimlich viel zu entdecken, durch Freischaltbare Charaktere einen Grund zum erneuten Durchspielen und als besondere Zugabe zwei weitere Castlevania-Klassiker. So muss ein Retropaket aussehen und das ist Castlevania – The Dracula X Chronicles eine klare Kaufempfehlung.

zwei freischaltbare Spiele
gute Präsentation
toller Soundtrack
hoher Wiederspielwert
Level verbergen jede Menge Geheimnisse
hoher Schwierigkeitsgrad
hoher Schwierigkeitsgrad

Grafik: 83%
Gameplay: 83%
Sound: 84%
Spielspaß: 86%

Award!

85%














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